Medizin

Auf den Punkt gebracht

Arzt: Weshalb kommen Sie?

Patient: Vorhin bin ich in den Supermarkt gegangen, zum einkaufen, weil heute ist Freitag und da gehe immer einkaufen. Vom Supermarkt bin ich dann mit dem Fahrrad nach Hause gefahren. Dort habe ich alles ausgepackt. Weil es noch nicht so spät gewesen ist habe ich auch gleich ein paar Arbeiten im Garten erledigt und sogar den Rasen gemäht. Danach habe ich in die Küche ein Glas Wasser getrunken. Doch dann, als ich von der Küche ins Wohnzimmer gehen wollte, bin ich über die Einkaufstasche gestolpert und habe mir den rechten Fuß überköchelt, dieser ist gleich ziemlich stark angeschwollen und tut auch sehr weh.

...

floating

Nach einem Nachtdienst bin ich meistens müde, ganz egal ob ich durchgearbeitet habe oder sogar ein paar Stunden schlafen konnte. Es ist eine besondere, seltsame Müdigkeit, die sich meist ab den Nachmittagsstunden einstellt.
Ich bin wach aber nicht ganz inkarniert, müde aber nicht schlafen wollend, irgendwie schwebend, schwerelos dahintreibend, emotional intensiver erlebend und meist frohgemut gelaunt anders drauf als sonst...


ps: mit TubeChop kann man gewünschte Sequenzen aus YouTube-Videoclips schneiden und dann verlinken oder in Webseiten einbinden. (geht auch mit splicd)

Schnelle Wundheilung und kabellose Sehprothese

Der Fraunhofer Podcast bietet immer wieder interessante Beiträge aus verschiedensten Bereichen der Forschung. Medizinische Themen sind häufig vertreten. An dieser Stelle Links zu zwei Beispielen:

Fraunhofer Podcast : Schnelle Wundheilung
Bei Brandwunden oder schwer heilenden Wunden hilft eine neue Wundauflage aus Kieselgelfasern. Sie versorgt neu wachsende Hautzellen mit Nährstoffen und wird vom Körper komplett aufgenommen.

Fraunhofer Podcast : Kabellose Sehprothese
Erkrankungen der Netzhaut führen weltweit bei etwa 30 Millionen Menschen zum Erblinden. Entstanden ist ein weltweit einzigartiges System: eine komplett implantierbare Sehprothese.

Gesellschaft für Apitherapie in Österreich

Schon seit längerer Zeit will ich diesen Link posten:

http://www.apitherapie.at/

"Am 19. April 2008 wurde in Linz die "Österreichische Gesellschaft für Apitherapie" gegründet. Der Initiator IM Anton Reitinger konnte zur Gründungsveranstaltung an die 90 engagierte ExpertInnen aus der Ärzte- und Imkerschaft begrüßen. "

Ich selber konnte damals an der Gründungsveranstaltung nicht teilnehmen. Das Thema Apitherapie finde ich interessant und so erwarte ich mit Spannung wie es weitergehen wird.

Heute im ORF (26.02.2008)

Einen Themenabend über die moderne Medizin, die die Grenzen des Machbaren immer mehr ausweitete, und die daraus resultierenden Probleme präsentiert Doris Appel am Dienstag, dem 26. Februar, um 22.30 Uhr in ORF 2. Der Abend wird eröffnet mit der Dokumentation "Frühchen zwischen Leben und Tod" des niederländischen Filmemachers Rob Hof (deutsche Bearbeitung: Rosemarie Pagani-Trautner). Danach, um 23.05 Uhr, diskutiert eine Expertenrunde unter der Leitung von Günter Kaindlstofer über "Die Grenzen des Fortschritts – Wie human ist die Humanmedizin?". [kreuz und quer]

Trau, schau, wem

Die Beatagenten haben die Eulenspiegelei schon vermisst...

Über Molla Nasreddin, sozusagen den arabischen Eulenspiegel, wird unter anderem folgende Geschichte erzählt:

Ein Mann kam zu Nasreddin, um sich einen Esel von ihm zu borgen. „Sehr gerne“, sagte Nasreddin „aber heute ist mein Esel nicht da!“. In diesem Augenblick schreit der Esel hinter dem Haus: „I-aaah“. „Warum lügst du? Dein Esel ist doch zu Hause!“ „Was ist los? Wem glaubst du mehr, mir oder einem Esel?“, fragte der Mullah.

Mit der Geste in dieser Geschichte sehen sich viele Menschen konfrontiert, wenn sie einen Exoteriker nach der Esoterik fragen. Und der Geisteswissenschaft scheint die Rolle des Esels zugedacht, sie wird gehört vom Hinterhof und doch verleugnet.

"Vertrauen stärkt die Toleranz für Mehrdeutigkeit." schrieb der Soziologe Niklas Luhmann. Aber gerade die Mehrdeutigkeit ist es, die das Vertrauen der Patienten in die ärztliche Meinung schwinden lässt. Die meisten Menschen verlassen sich zwar auf die Forschung, wenn es darum geht, Erkenntnisse zu mehren, aber den akademischen Diagnosefindungsprozess empfinden sie oft als verwirrend, langsam und unbefriedigend. Die berechtigt eingeholte zweite Meinung hilft oft nicht weiter, verwirrt noch mehr, und führt dann manchmal zum Selbststudium und Doctorshopping - vier Ärzte fünf Meinungen.
Es besteht also ein Unterschied zwischen Vertrauen und dem sich-Verlassen. Die Philosophin Annette Baier definiert Vertrauen als eine Haltung mit der der/die Vertrauende jemandem die Sorge über eine Sache überlässt, die ihm am Herzen liegt - im Gegensatz zu einem bloßen moralisch neutralen sich-Verlassen. Während sich also der/die Einzelne, oder besser die Gesellschaft, im Allgemeinen auf die Wissenschaft verlässt, führt das im Speziellen, wenn es um die Sorge des persönlichen Wohls geht, nicht unbedingt zu Vertrauen.
Ich stehe keinesfalls in Opposition zu den Erkenntnissen und Methoden der modernen akademischen Medizin, wohl aber zu deren Selbstverständnis als einziges Wohlbringendes für den kranken oder sich krank fühlenden Menschen. Die Medizin ist nicht nur Naturwissenschaft, der Patient ist ein Individuum und nicht ein idealisiertes und standardisiertes Modell eines Menschen. Die Wissenschaftsheorie wird in diesem Fall dem Menschen nicht gerecht, also ist es falsch, einzig sie auf den Menschen anzuwenden und ihn so mit seiner Einzigartigkeit und Freiheit im statistischen Mittel zu versenken. Immer mehr Patienten vertrauen den medizinischen Alternativen und sind zufrieden, ohne sich damit als psychiatrische Fälle mit somatisierten Symptomen zu outen. Es sei dem werten Leser der wissenschaftstheoretische Anarchist Paul Feyerabend ans Herz gelegt.

Die Medizin ist eine Kunst, eine Heilkunst, die den Patienten als Individuum einschließt und nicht nur einen Algorithmus auf ihn anwendet. Dadurch entsteht Vertrauen zum Arzt und zur Medizin. Schwierig wird damit aber natürlich die Qualitätskontrolle durch Gleichschaltung der Ärzte, denn die Gesellschft müsste darauf vertrauen (können), dass manche Ärzte, auf der Basis der medizinischen Wissenschaft, ihre Fähigkeiten in die Geisteswissenschaft hinein, zum Wohl der Patienten, erweitern.

Blogpost zur Wärme-Meditation

Ein schöner Blogpost zu Peter Selgs Buch über die Wärme-Meditation findet sich im EgoBlog von Michael Eggert:

Heilerkräfte
Trotz einiger Bedenken veröffentlichte Peter Selg im Namen der Medizinischen Sektion am Goetheanum in seinem Büchlein über die Wärme-Meditation nicht nur das gleichnamige Mantram Rudolf Steiners, sondern auch interessantes Material zur Entstehung und Verbreitung. (...) Das Mantram diente der inneren spirituellen Vertiefung des anthroposophischen Arztes, und zwar in einem umfassenden und tiefgründigen Sinn. (...) [Egoisten]

Wartezimmer des Grauens

Ein übervoller Warteraum bedeutet meistens Stress sowohl für Patienten als auch für den Arzt und seine Assistenten. Keine angenehme Situation...

Wartezimmer

Patientenzufriedenheit

Die Techniker Krankenkasse in Deutschland hat 100.000 Patienten zu ihrer Zufriedenheit nach Klinikaufenthalten befragt. Behandlungsergebnis, medizinische Versorgung und Unterbringung sind durchaus wichtige Kriterien für die Wahl einer Klinik für elektive Eingriffe oder Behandlungen. Auf der Website der TK können sich die Menschen nun vorab umfassend über die zu erwartenden Leistungen einer klinischen Einrichtung informieren, das finde ich toll.
Wo gibt es soetwas in Österreich? Hierzulande wehren sich die medizinischen Dienstleister noch gegen eine öffentliche Evaluierung, obwohl sich manche um eine Plakette der Joint Commission on Accreditation of Healthcare Organizations (JCAHO) bemühen. So sollen Sicherheit und Qualität medizinischer Leistungen erhöht werden. De facto ist diese Akkreditierung teuer, sie verunsichert die Mitarbeiter und bürdet ihnen einen gewaltigen zusätzlichen Dokumentationsaufwand auf. Wohler fühlt sich dann in erster Linie die Klinikleitung im fragwürdigen Gefühl, ein Top-Management zu leisten, sie fühlt sich wohl eher externen Kommissionen als dem eigenen Haus und den darin arbeitenden und zu pflegenden Menschen gegenüber verpflichtet.
Ich habe in dieses Thema einen gewissen Einblick, da ich voriges Jahr Software für ein Institut für Zufriedenheitsanalysen im medizinischen Sektor entwickelt habe. Durch ein Knopfloch des Mantels der Verschwiegenheitspflicht kann ich nur sagen, dass die Zufriedenheit von Patienten und Mitarbeitern sowie die Erfolgs- bzw. Versagerquoten medizinischen Handelns nicht ganz mit einer Akkreditierung korrelieren. Hier sind aber Angst, Prestige, Macht, Geld und Politik im Spiel, die wir als Ingredienzien des Wurstelns und Täuschens wider den guten Fortschritt kennen.
Offenheit wäre angesagt, denn nur die trägt die Bereitschaft in sich, etwas zum Positiven hin verändern zu wollen, und so auch zu können. Aber wer wird schon gerne kritisiert? Und die Patienten müssen ja trotzdem kommen...

Nun noch einmal zurück zum eingangs erwähnten Informationsdienst. Platz eins, bezogen auf die Patientenzufriedenheit, hält mit 89,4% das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe in Berlin. In dieser Klinik für anthroposophisch erweiterte Heilkunst habe ich vor einigen Jahren einige Zeit als Praktikant verbracht. Liebe Grüße und Gratulation!
Mit 84,2% liegt auch das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke im vorderen Feld.

Artikel über Anthroposophische Medizin

Die Dame vom Paketdienst hat mir ein Paket gebracht, und ich hab' mich sehr gefreut, denn darin waren fünf druckfrische Exemplare der neuen Ausgabe der (österreichischen) Demeter-Zeitung Johanni 07.
Der Demeterbund hat in seiner Zeitung mit einer Artikelserie zu den verschiedenen Lebensfeldern der anthroposophisch tätigen Menschen begonnen. Ich hatte die Ehre, den Anfang mit einem Artikel über Anthroposophische Medizin zu machen.
Mein Tipp: besorgen, die Zeitung erscheint vierteljährlich, ist kostenlos aber nicht umsonst und auch ohne meinen Artikel äußerst lesenswert. Vielleicht gibt es sie im Bioladen ums Eck.

Unsere Leser außerhalb von Österreich, und das sind immerhin 68%, muss ich leider enttäuschen. Seit Michaeli 2006 wurde die Downloadseite auf demeter.at nicht mehr aktualisiert. Ich werde da mal nachfragen und gegebenenfalls berichten, falls es einen Link gibt.

Seminar Kunsttherapie

Zu Pfingsten waren PriMaX, San und ich bei einem Seminar über Kunsttherapie zum Thema ,,Offenbarungen der Wesensglieder im kunsttherapeutischen Prozess" in der Dorfgemeinschaft Breitenfurt in Niederösterreich. Seminarleiterin war Katharina Gutknecht, Gründerin der Artaban - Kunsttherapeuten-Schule in Berlin (Artaban kommst nicht von Kunst, sondern ist der Name des vierten Weisen).
Neben etwas Theorie und viel Besprechung haben wir auch selbst gemalt. Ausgehend vom Startbild eines fiktiven Patienten mit entweder Hypo- oder Hypertonie, Migräne oder Depression versuchten wir einen Therapieverlauf zu entwickeln. Zwei der für meine Verhältnisse eher gelungenen Werke habe ich hier unten eingestellt. Die Bilder können durch Draufklicken vergrößert werden.

Erde und Pflanzen Bei diesem Bild bestand die Aufgabe darin, Erde darzustellen. Das Element Erde ist etwas Totes, das Lebendige steht darauf. Im Zuge der intensiven Arbeit entsteht allmählich Erde mit ihren Brauntönen und Felsen, Steine und Kristalle werden sichtbar. Dann kommen Lichtstrahlen von oben und ziehen die Pflanzen aus der Erde. Erst bei diesem letzten Bild des vorletzten Tages habe ich begriffen wie die Nass-in-Nass Maltechnik funktioniert.

Wie bereits erwähnt haben wir hauptsächlich die Nass-in-Nass Methode angewendet. Dabei wird mit Aquarellfarben, in unserem Fall von der Firma Stockmar, auf nassem Papier gemalt. Beim therapeutischen Malen stehen nur die Farben Zitronengelb, Goldgelb, Zinnoberrot, Kaminrot, Preußischblau und Ultramarinblau oder weniger zur Verfügung. Alle weiteren Farben sind aus diesen am Papier zu mischen. Die Farbe Grün stellt da schon eine erste Herausforderung an den Patienten dar.

Licht fällt in die FinternisHier ging es um das Thema ,,Licht fällt in die Finsternis". Indigo ist eine Farbe, die das Abgestorbene, Tote wiederspiegelt und schon eine gewisse Anforderung an den Malenden stellt. Ebenso die Darstellung der dramatischen Situation, wenn man sich vorstellt, wie das Licht in die Finsternis eindringt, und in der Übergangszone auf Widerstand stößt. So ein Bild sollte in etwa 45 Minuten, also innerhalb einer Therapiesitzung, geschaffen werden.

 

Männer und Frauen und Pharmaka

Erstens sind sie anders..

..und zweitens als man denkt. Nämlich Frauen und Männer. Natürlich meinen wir jetzt nicht gerade das Konsumverhalten, die berufliche Ungleichbehandlung, die Dominanz der Frauen im gesamten Erziehungsbereich. Nein, wir zielen direkt auf den Stoffwechsel. In einem Artikel im Wissenschaftsteil der FAZ (2.5.07, "Frau ist doch kein Versuchskaninchen") wird nämlich festgestellt, dass der Mann in der Medizin immer noch "das Maß aller Dinge ist", denn Medikamente werden vorwiegend an Männern getestet und dann allenfalls nach Körpergewicht variabel dosiert. Die Norm für die Dosisfindung ist also der männliche Patient. ... [Egoisten]

Internationale Arbeitsgemeinschaft am Grundlagenwerk der Anthroposophischen Medizin

Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst / (c)www.grundlegendes.comEin interessantes Projekt der Medizinischen Sektion am Goetheanum:
Unter der Adresse www.grundlegendes.com findet sich ein MediaWiki, welches die Basis sein soll für eine internationale gemeinsame Arbeit am Buch >>Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen<< (von Rudolf Steiner und Ita Wegman).

Das Wiki ist seit Weihnachten 2006 online und ist derzeit noch zu weiten Teilen im Aufbau begriffen. Die Idee finde ich gut, die Umsetzung auch. Und falls es Schwierigkeiten mit dem MediaWiki gibt, kann man seinen Beitrag der Redaktion per email senden und braucht sich um die weitere Einbindung nicht zu kümmern. Feiner Service.

>>Wie es in den Eröffnungsworten von Michaela Glöckler anklingt, ist es das Ziel dieses Projektes, Erklärungen, Kommentare und Hintergrundwissen zum Text des "Grundlegenden für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen" zusammenzutragen und in der komfortablen Weise des Internets online zu präsentieren.<< [Arbeitsgemeinschaft-Grundlegendes]

"Optimal Medical Therapy with or without PCI for Stable Coronary Disease"

The New England Journal of Medicine veröffentlicht eine Studie, welche die Behandlung der stabilen KHK untersucht. Ist ein Stent zusätzlich zu Medikamenten besser als alleinige medikamentöse Therapie?

Conclusions
As an initial management strategy in patients with stable coronary artery disease, PCI did not reduce the risk of death, myocardial infarction, or other major cardiovascular events when added to optimal medical therapy. (ClinicalTrials.gov number, NCT00007657) [
The New England Journal of Medicine]

Rückblick auf das Wochenende

Nach dem dichten Programm des vergangenen Wochenendes, komme ich erst jetzt dazu, darüber zu berichten.

Wir veranstalteten eine Informationstagung zur anthroposophischen Medizin:

Infotagung AM 07

Etwa 40 Teilnehmer konnten sich in 12 Seminaren über die Anthroposophische Medizin informieren. Fachreferenten zeigten die Möglichkeiten der anthroposophisch erweiterten Heilkunst in Pädiatrie, Orthopädie, Allgemeinmedizin und Gynäkologie auf. Auch San und ich brachten einen Beitrag darüber, wie die ersten Schritte für Studenten und ,,Jungmediziner" in der AM aussehen könnten - über das bloße Studium anthro-medizinischer Sekundärkochbücher hinaus.

Fazit: war gut, müssen wir öfter machen.

Im Anschluss fand bis Sonntag Nachmittag das Seminar II des Diploms ,,Anthroposophische Medizin" der österreichischen Ärztekammer statt. San, PriMax und ich waren natürlich auch dabei, wir wollen diese Zusatzausbildung schließlich bald stolz in unsere Ordinationstafeln gravieren lassen können.

Eine Anschauung des physischen Leibes

Eine Betrachtung des physischen Leibes anhand der ersten Meditation aus „Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen“ (GA16) von Rudolf Steiner.

Möglicherweise verhält es sich so:
Der Körper ist Teil der Außenwelt und durch deren Gesetzmäßigkeiten erstmal so gestaltet, dass eben dasjenge was wir Seele nennen in diesem physischen Leib während des Lebens entsteht. Nach dem Tod des Körpers verschwinden jene besonderen Gesetzmäßigkeiten und er wird wieder in ein allgemeines Wechselspiel der Naturkräfte zurückgenommen wobei dann auch die Seele verschwindet, weil die zuvor vorhandenen Vorraussetzungen für deren Existenz fehlen.

Tatsächlich ist es aber so:
Die Gesetzte der Außenwelt treten nicht anders an den physischen Leib heran als an irgendein lebloses Objekt. Sie wirken immer gleich auf ihn, egal ob der Leib lebt oder tot ist. Diese Gesetze sind zwar maßgebend für die Gestaltung des Menschenleibes, dennoch stehen sie zu diesem vor und nach dem Tode immer im gleichen Verhältnis, genauso wie zur Seele selbst; auch zu dieser verändern sie nicht ihr Verhältnis.
Der physische Leib lebt in, mit und durch die Außenwelt und läßt dabei das Seelische gleichwertig für sich maßgebend sein. Zum Beispiel wird der Blutfluß im Körper sowohl von der Außentemperatur beeinflußt als auch von Seelenzuständen wie Schamgefühl oder Aufregung.
Die Seele erlebt sich selber an dem physischen Leib, sie ist aber in ihrer Existenz nicht abhängig von diesem bzw. von der Außenwelt. Nach dem Vergehen des physischen Leibes bleibt die Seele deshalb bestehen.

Konklusion:
Innerhalb der Außenwelt erscheint der Leib als ein Zusammenhang von Kräften und Stoffen, der für sich besteht und in sich erklärbar ist als Teil dieser Außenwelt. Wenn er dies bewußt so betrachtet, kann der Mensch seinen Leib als Glied der Außenwelt an sich empfinden und erleben.

Medizinische Arbeitsgruppe

Heute am Abend trifft sich wieder unsere medizinische Arbeitsgruppe. Das Thema wird die Hypertonie sein. Danach gibt es dann einen Forumabend zur Methodik der Karmaforschung. Bin gespannt...

Medizinjournalismus

In meinem Eintrag "Vertrauenssache" thematisiere ich die Meinungsbildung durch Medien. Dazupassend soeben gefunden: Die Krone des Medizinjournalismus. [Stationäre Aufnahme]

Gesundheit von A bis Zink

In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins JAMA wird eine dänische Übersichtsstudie (68 Einzelstudien) mit fast einer Viertelmillion Probanden zum Thema 'Antioxidantien und Mortalität' vorgestellt.

Antioxidantien (Betakarotin, Vitamin A, Vitamin E, Vitamin C) im Körper sind gewiss wesentlich für die Gesundheit. Der Schluss jedoch, dass man Menschen heilen oder gesund erhalten kann, indem man ihnen isolierte Antioxidantien mittels Tabletten oder Infusionen einflößt ist so nicht richtig. Hier stimmen die Forschungsergebnisse in vitro und in vivo nicht überein. Die Pharmaindustrie freut sich dennoch - ein Medikament für Gesunde! Und liebende Mütter müssen Vitaminpräparate wenigstens für ihre Kinder kaufen. Ein Zuckerl?

Wir erinnern uns auch die Studie des National Cancer Institute, in der man Rauchern, die ja besonders viel mit freien Radikalen zu kämpfen haben, Betakarotin verabreichte. Diese Studie musste sogar abgebrochen werden nachdem sich herausstellte, dass durch die Behandlung das Lungenkrebsrisiko um 28% anstieg.

Die eingangs erwähnte Studie kommt also zum Ergebnis, das die Einnahme von Betakarotin, Vitamin E und Vitamin A die Sterblichkeitsrate erhöht. Die Wirkung von Vitamin C und Selen konnte nicht eindeutig beurteilt werden. Im günstigsten Fall verschwendet der Käufer solcher Präparate also nur sein Geld.

Was ist aber an der Karotte so viel besser als am in ihr enthaltenen Betakarotin allein? Die in ihr waltende Weisheit kann wohl vorerst vom materialistischen Tunnelblick der Ernährungswissenschaft nicht ergründet werden. Zur Beruhigung: Die Gemüseabteilungen unserer Bioläden sind voll von Obst und Gemüse in hervorragender Demeterqualität. Das Geld für die etwas höheren Preise in dieser Qualitätsstufe ist hier besser angelegt als für Vitaminpillen.

Der Abstract der Studie im Original:
Antioxidants and Mortality
Antioxidants are believed to reduce the risk of several diseases. However, in a previously
published article, Bjelakovic and colleagues reported that antioxidant supplements (with the
potential exception of selenium) had no effect on gastrointestinal cancer and were associ-
ated with an increase in all-cause mortality. In this issue of JAMA, the investigators report
results of a systematic literature review to assess the effects of beta carotene, vitamins A
and E, ascorbic acid (vitamin C), and selenium on all-cause mortality among participants in
primary and secondary disease prevention trials. The authors found that beta carotene, vita-
min A, and vitamin E, taken singly or combined with other antioxidant supplements, were
associated with increased all-cause mortality.

[Quelle: JAMA. 2007;297:842-857.]

Anthroposophische Arzneimittel in Deutschland auf Kassenrezept?

Möglicherweise wird es in Deutschland bald die Möglichkeit geben, anthroposophische Arzneimittel auf Kassenrezept zu bekommen. Es fehlt allerdings noch die Bundesratzustimmung.

>> Im Rahmen von Wahltarifen können gesetzliche Krankenkassen künftig die Übernahme der Kosten für die Arzneimittel der Besonderen Therapierichtungen regeln. Damit können Versicherte von Krankenkassen, die ein solches Angebot aufnehmen, Arzneimittel der Phytotherapie, der Anthroposophischen Medizin und der Homöopathie wieder auf Kassenrezept erhalten. Nun bleibt abzuwarten, ob der Bundesrat dieser Regelung zustimmen wird. Völlig offen ist auch, wie und ob die gesetzlichen Krankenversicherungen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen werden. <<

Quelle: Das Goetheanum - Wochenzeitung für Anthroposophie, vom 7. Februar 2007

Is evidence-based medicine desirable?

Diese Frage stellt Kevin, M.D. in seinem Medical Weblog und verweist dabei auf selbige aus einen TIME.com-Artikel über die Grenzen von EBM.
Ich meine, die Grenzen einer Methode zu (er)kennen und zu wissen wie, wann und wo man sie am besten anzuwenden hat ist die Anforderung die man an sich selber stellen muß. [Kevin, M.D. - Medical Weblog]

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