Lange schon gab es keinen Bienenlink mehr in diesem Blog ;-)
Hier findet ihr eine Bildergeschichte von Wilhelm Busch: "Schnurrdiburr oder die Bienen"
Viel Spaß beim Lesen!
Am vergangenen Sonntag war ideales Flugwetter für erste Erkundungsflüge aus dem Bienenstock. Ah, welch' Freude war es, den regen Flugbetrieb an den Fluglöchern aller(!) Bienenstöcke zu beobachten - gut und gesund schauen sie aus (*klopf-klopf auf Holz*). Der Frühling kann kommen, wir (meine Bienen und ich) sind bereit!
Schon seit längerer Zeit will ich diesen Link posten:
"Am 19. April 2008 wurde in Linz die "Österreichische Gesellschaft für Apitherapie" gegründet. Der Initiator IM Anton Reitinger konnte zur Gründungsveranstaltung an die 90 engagierte ExpertInnen aus der Ärzte- und Imkerschaft begrüßen. "
Ich selber konnte damals an der Gründungsveranstaltung nicht teilnehmen. Das Thema Apitherapie finde ich interessant und so erwarte ich mit Spannung wie es weitergehen wird.
Heute hatte ich grosses Glück und auch grosse Freude das beeindruckende Schauspiel eines schwärmenden Bienenvolkes mitzuerleben: Dabei zieht die Bienenkönigin mit einem Teil des Bienenvolkes aus dem Stock und überlässt diesen ihrer Nachfolgerin, das heisst einer jungen Königin. Der sogenannte Schwarm setzt sich meist in der Umgebung auf einen Baum bevor er weiterzieht um sich endgültig eine neue Behausung zu suchen. Auf wundervolle und natürliche Weise vermehrt sich damit der Bestand an Bienen um ein Volk.
Ist der Imker rechtzeitig zur Stelle, dann kann er versuchen den Schwarm einzufangen und in eine neue Beute zu geben. Es war gar nicht so leicht, aber ich habe es (mit tatkräftiger Hilfe meiner Familie) geschafft. Jetzt hoffe ich, dass alles gut gegangen ist und alle Bienenvölker auch überleben und mich (wieder) als Bienenvater akzeptieren ;-)

Das "Hotel zur wilden Biene" hat eröffnet.
>> Das "Hotel zur wilden Biene", eine langlebige Nisthilfe für Einsiedlerbienen aus gebranntem Ton, ist das Ergebnis von über zehnjähriger Nisthilfenforschung. Optisch ansprechend und optimal für die Bedürfnisse seiner Bewohner gestaltet. 180 Nestgänge aus neun verschiedenen Durchmessern (2-11 mm) bieten Nützlingen unterschiedlicher Arten ideale Nistbedingungen. Bislang konnten 28 verschiedene Hautflüglerarten in unseren Niststeinen nachgewiesen werden! Der Niststein wird auch von Einsiedlerwespen besiedelt, die Blattläuse und kleine Raupen verzehren ... Geeignet für jeden, der in Garten oder auf Balkon etwas für den Artenschutz tun und gleichzeitig Einblicke in die Welt dieser absolut friedlichen Insekten gewinnen möchte. << [http://www.wildbiene.com/]
Weitere Infos über Wildbienen und Hummeln finden sich auch bei http://www.wildbienen.de/

Was ich damit mache steht in meinem Eintrag vom vorigen Jahr.
Gestern war es schön warm und sonnig!
Gute Vorraussetzungen für erste "Ausflüge"
3... 2... 1... Start!
Es schneit...
Da wird das Fernweh gleich wieder gut :-)
Schneeflöckchen, Weißröckchen
„Schneeflöckchen, vom Himmel
da kommst du geschneit,
du warst in der Wolke,
dein Weg ist gar weit.
Ach setz dich ans Fenster,
du niedlicher Stern,
gibst Blätter und Blumen,
wir haben dich gern!
Schneeflöckchen, ach decke
die Saaten geschwind.
Sie frieren, du wärmst sie,
so bittet das Kind.
Schneeflöckchen, Weißröckchen
so kommet doch all',
dann wird bald ein Schneemann,
dann werf' ich den Ball.“
Die 9. Historie sagt, wie Eulenspiegel in einen Bienenkorb kroch, zwei Diebe in der Nacht kamen und den Korb stehlen wollten und wie er es machte, daß die beiden sich rauften und den Bienenkorb fallen ließen.
Einmal begab es sich, daß Eulenspiegel mit seiner Mutter in ein Dorf zur Kirchweih ging. Und Eulenspiegel trank, bis er betrunken wurde. Da suchte er einen Ort, wo er friedlich schlafen könne und ihm niemand etwas täte. Hinten in einem Hof fand er einen Haufen Bienenkörbe, und dabei lagen viele Immenstöcke, die leer waren. Er kroch in einen leeren Korb, der am nächsten bei den Bienen lag, und gedachte, ein wenig zu schlafen. Und er schlief von Mittag bis gegen Mitternacht. Seine Mutter meinte, er sei wieder nach Hause gegangen, da sie ihn nirgends sehen konnte.
In derselben Nacht kamen zwei Diebe und wollten einen Bienenkorb stehlen. Und einer sprach zum anderen: »Ich habe immer gehört, der schwerste Immenkorb ist auch der beste.« Also hoben sie die Körbe und Stöcke einen nach dem anderen auf, und als sie zu dem Korb kamen, in dem Eulenspiegel lag, war das der schwerste. Da sagten sie: »Das ist der beste Irnmenstock«, nahmen ihn auf die Schultern und trugen ihn von dannen.
Indessen erwachte Eulenspiegel und hörte ihre Pläne. Es war ganz finster, so daß einer den anderen kaum sehen konnte. Da griff Eulenspiegel aus dem Korb dem Vorderen ins Haar und riß ihn kräftig daran. Der wurde zornig auf den Hinteren und meinte, dieser hätte ihn am Haar gezogen, und er begann, ihn zu beschimpfen. Der Hintermann aber sprach: »Träumst du, oder gehst du im Schlaf? Wie sollte ich dich an den Haaren rupfen? Ich kann doch kaum den Immenstock mit meinen Händen halten!« Eulenspiegel lachte und dachte: das Spiel will gut werden! Er wartete, bis sie eine weitere Ackerlänge gegangen waren. Dann riß er den Hinteren auch kräftig am Haar, so daß dieser sein Gesicht schmerzlich verziehen mußte. Der Hintermann wurde noch zorniger und sprach: »Ich gehe und trage, daß mir der Hals kracht, und du sagst, ich ziehe dich beim Haar! Du ziehst mich beim Haar, daß mir die Schwarte kracht!« Der Vordere sprach: »Du lügst dir selbst den Hals voll! Wie sollte ich dich beim Haar ziehen, ich kann doch kaum den Weg vor mir sehen! Auch weiß ich genau, daß du mich beim Haar gezogen hast!«
So gingen sie zankend mit dem Bienenkorb weiter und stritten miteinander. Nicht lange danach, als sie noch im größten Zanken waren, zog Eulenspiegel den Vorderen noch einmal am Haar, so daß sein Kopf gegen den Bienenkorb schlug. Da wurde der Mann so zornig, daß er den Immenstock fallen ließ und blindlings mit den Fäusten nach dem Kopf des Hintermannes schlug. Dieser ließ den Bienenkorb auch los und fiel dem Vorderen in die Haare. Sie taumelten übereinander, entfernten sich voneinander, und der eine wußte nicht, wo der andere blieb. Sie verloren sich zuletzt in der Finsternis und ließen den Immenstock liegen.
Nun lugte Eulenspiegel aus dem Korbe, und als er sah, daß es noch finster war, schlüpfte er wieder hinein und blieb darin liegen, bis es heller Tag war. Dann kroch er aus dem Bienenkorb und wußte nicht, wo er war. Er folgte einem Weg nach, kam zu einer Burg und verdingte sich dort als Hofjunge.

Gestern endete das kleine Gewinnspiel bei dem ich drei Gläser meines Honigs verschenke. Hier folgt nun die Auflösung.
Die richtige Antwort auf die Gewinnfrage lautet: der Bien
Die Anzahl der Teilnehmer war überraschend gering. Es haben nur zwei(!) Menschen mitgemacht. Somit gewinnen alle Teilnehmer! Ich habe die beiden per e-mail kontaktiert und werde den Honig demnächst verschicken. Herzlichen Glückwunsch und GUTEN APPETIT!
Bereits im Sommer, kurz nach dem Honigschleudern, beginnen die Vorbereitungen für das Überwintern der Bienen. Dazu gehören einerseits die Bekämpfung der Varroa-Milbe und andererseits das Füttern der Bienen (der Imker hat ihnen ja den Honig, der für den Winter gedacht war weggenommen).
Der Varroamilbe wird mit Ameisensäure zu Leibe gerückt. Das mögen die Bienen zwar auch nicht so gerne, aber leider muss es sein. Ein genauerer Bericht darüber findet sich hier: "Gib ihnen Saures"
Für die Fütterung der Bienen nimmt man eine Mischung aus Zucker und Wasser. Man kann auch Honig (natürlich den eigenen) beimengen. Die Demeter-Richtlinien verlangen einen Honigzusatz von mindestens 10%. Weitere Zusätze können sein: Salz und verschiedene Tees, zum Beispiel Kamillentee. Das ist von Imker zu Imker sehr individuell. Auch für die Darreichungstechnik gibt es verschiedene Systeme. Ein ausführlicher Bericht findet sich hier:"Bienenfüttern"
Die Planung für das nächste Bienenjahr kann beginnen...

Endlich habe ich das Etikett für meine Honiggläser fertiggestellt.
Update: Das Gewinnspiel ist zu Ende. Hier gehts zur Auflösung - KLICK. Ich verschenke drei Gläser meines Honigs. Alle Leser von bmA, die mir bis 25. Oktober eine eMail mit der richtigen Antwort auf die weiter unten gestellte Frage schicken, haben die Möglichkeit ein Glas zu gewinnen.
Eure Daten und Mailadressen werden nicht gesammelt, nicht weitergegeben und nach dem Gewinnspiel ausnahmslos gelöscht. Ich versende den Honig weltweit, übernehme jedoch keine Garantie für Schwierigkeiten beim Import oder mit dem Zoll anderer Länder.
Die Gewinnfrage stammt vom Buchrücken des "Imkerbuch" (ISBN-10: 3952032204) von "Matthias Lehnherr":
Was ist das für ein Wesen?
Es bleibt stets am gleichen Ort -
und geht doch tausend Meter weit - in einem fort;
es kann sich mehrfach teilen -
und bleibt doch immer ganz;
es sucht die dunkle Höhle -
und strebt doch unentwegt der Sonne zu.
Was sich der Mensch von ihm nimmt,
ist süss und heilend;
was es von sich gibt,
ist schmerzhaft und kann tödlich sein.
Als aufmerksamer Blogleser weißt Du sicher schon die Antwort! Also schreib' mir. Hier gehts zur Auflösung - KLICK
Im Juli war es endlich so weit! Ich habe meinen allerersten Honig geschleudert. Mmmm...
Zuerst nimmt der Imker (ich in diesem Fall) die mit Honig vollgefüllten Rahmen aus dem Bienenstock heraus. Ganz vorsichtig werden die Bienen mit einem kleinen Besen von den Waben gekehrt, oder alternativ mit einem Ruck abgeschüttelt.
Na so was! Die Bienen haben ihren Honig zum Schutze mit einer Wachsschicht verdeckelt.
Wie komme ich nun an diesen heran ohne die Waben zu beschädigen? Mehr oder weniger einfach. Die Wachsschicht wird in einem eigenen Arbeitschritt vorsichtig entfernt, erst dann kann man die Rähmchen in die Schleuder geben:
In der Honigschleuder werden die Rahmen gerade so schnell gedreht, dass durch die zentrifugalen Fliehkräfte der Honig aus den Waben herausgeschleudert wird, diese aber nicht beschädigt werden. Hierzu ist mir ein besonderes Foto gelungen, man sieht wie der Honig in dünnen Fäden herauskommt:
Die leer geschleuderten Rahmen kommen für einige Zeit wieder in den Bienenstock zurück damit die Bienen eventuelle Honigreste wieder zurückbekommen.
Der geschleuderte Honig wird noch einmal gesiebt um Feststoffe wie zum Beispiel Wachsreste zu entfernen. Danach wird er in Gläser abgefüllt und ist für den Verzehr bereit. Einen Teil werde ich im Winter wieder an die Bienen zurückfüttern. Laut Demeter-Richtlinien sollen dem Winterfutter etwa 10% Honig beigemischt werden.
Es war ein schöner Tag an dem ich so nebenbei ziemlich viel Honig genascht habe. So direkt beim Schleudern schmeckts halt irgendwie am besten! Ich habe so viel gegessen, dass mir sogar ein klein wenig schlecht geworden ist ;-)
(Und weils so interessant ist noch ein Link zu einer weiteren tollen Honig-Schleuder-Reportage)
Die Hobbyimkerin Brigitte Stolle führt ein nettes Blog mit vielen vegetarischen Kochrezepten. Immer wieder läßt sie sich beim Imkern über die Schulter schauen.
Kulinarisches - Literarisches - Fragmentarisches
(ehemals Fleischlos glücklich)
Heute möchte ich die Aufmerksamkeit des geschätzen Lesers auf die Arbeit von "Mellifera e.V. - Vereinigung für wesensgemäße Bienenhaltung" lenken.
Dieser Verein mit Hauptsitz in Deutschland bemüht sich seit 1985 um eine Bienenhaltung, die dem Wesen der Biene und des Menschen gerecht zu werden sucht. Die Arbeitsmethoden basieren auf aktuellen naturwissenschaftlichen Forschungsergebnissen, die Erfahrungen der Imker und auf der anthroposophischen Geisteswissenschaft, wie man in den Vereinssatzungen (§3.2) nachlesen kann.
Mit der Imkerei Fischermühle betreibt die Vereinigung eine eigene Lehr- und Versuchsimkerei. Hier kann sich jeder freiwillig unterstützend beteiligen, und sogenannte Patenschaften für Bienenvölker übernehmen (Aktion BeeGood).
Weitere Initiativen umfassen zum Beispiel den Landschaftsschutz sowie politische Initiativen auf EU-Ebene (Bienenstockkäfer Kampagne).
Wer sich für die Arbeit von Mellifera e.V. interessiert findet hier nun einige Links:
Vergangenes Wochenende nahm ich an einer Tagung über Bienen, im Zuge der Initiative „Ursache Zukunft“, am Goetheanum teil. In Vorträgen, Gesprächen und praktischer Gestaltungsarbeit mit Ton wurde versucht, sich dem Wesen der Bienen (bzw. des Bien) anzunähern. Eine persönliche Zusammenfassung.
Die Verbindung zwischen Menschen und Bienen ist bereits viele tausend Jahre alt. Die aktuelle Situation der Honigbiene (Apis mellifera) hat direkte Auswirkungen auf uns Menschen und beschäftigt uns dementsprechend stark. Sind wir (direkt oder indirekt) Schuld, dass es den Bienen derzeit so schlecht geht? Auf die Frage „Who killed the honeybees?“ finden Experten in einem Gespräch am runden Tisch auch nur zu spekulativen Antworten. Anthroposophie hat die Chance und Aufgabe, einen anderen Blickwinkel anzubieten.
Die Menschen sind auf ihrem Entwicklungsweg an einem Punkt angekommen, an dem sie während ihrer physischen Inkarnation kein direktes Bewußtsein der geistigen Welt mehr haben. Der Weg von Mensch und Bienen ist eng verknüpft, Evolution und Entwicklung findet zwischen Wesen(heiten) statt. Indem wir bei unserem Umgang mit den Bienen nur auf die äußerlich sichtbaren Tatsachen und Ereignisse hinschauen, entfremden wir die Bienen ihrem natürlichen Lebensrhythmus. Die hinter allen Bienen stehende geistige Wesenheit, Bien genannt, wird ignoriert.
Ohne Mensch können die Bienen heute nicht mehr überleben. Die Verbindung Mensch-Biene ist so innig wie noch nie. Es ensteht ein völlig neue Qualität der Aufgabe für den Imker, der ja wesentlich und unbedingt zu den Bienen dazugehört! Das Arbeiten am Verständnis des Wesen der Bienen, am Verständnis des Bien, ist ein wichtiger Teil dieser neuen Aufgabe.
In einem Bienenstock finden wir Enge und Weite, Ein- und Ausatmung, gleichzeitig. Tausende Bienen wuseln im Stock auf engstem Raum herum und wiederum tausende fliegen in die „unendliche“ Weite auf der Suche nach Nektar und Pollen (und egal wie viele gleichzeitig in der Luft herumschwirren, sie stossen im Flug niemals zusammen!). Die soziale Welt der Bienen ist so gestaltet, dass jede Biene im Zuge ihres Lebens alle Aufgabenstationen im Bienenstock durchläuft - nur Königin darf nicht jede sein ;-) Die Arbeit einer Biene ist dabei nicht für sich selbst, sondern für alle anderen. Sie selber überlebt wiederum durch die Arbeit der anderen Bienen für sie.
Der Bien produziert aus sich selber heraus: Wärme, Honig und Bienenwachs. Mit dem Bienenwachs gestalten die Bienen ihr „Haus“. Dabei tritt automatisch die Frage auf: Wie schaut denn die natürliche Gestalt aus, welche die Bienen aus sich selber heraus formen?
Der Bienenschwarm bildet eine hängende Kugel, zumeist um die Königin, welche in die Form eines umgedrehten Tropfens übergeht. Beim Wabenbau bilden die Bienen eine Kettenlinie, welche die Form der Wabe vorgibt. Meistens finden diese Vorgänge in einer Höhe statt, die der Mensch nur mehr mit Hilfsmitteln oder guten Kletterkünsten erreichen kann.
Problematisch kann es sein, wenn der Imker das Bienenvolk nach seinen eigenen Interessen zu stark umformt. Leider sind wir heutzutage mit einer Vielzahl an Problemen konfrontiert, die mit eigentlich „unnatürlichen“ Mitteln gelöst werden müssen: Zucker als Winternahrung oder bei fehlender Tracht. Umweltgifte. Krankheitsbehandlung (Varroamilbe)...
Auf das Finden praktische Herangehensweisen an diese Probleme wurde bewusst etwas weniger Zeit aufgewendet. Im Vordergrund stand der Prozess der Bewusstseinsbildung. Praktische Tipps sind wohl nur im bekannten Einzelfall wirklich sinnvoll möglich, allgemeine Patentrezepte eher selten (das kenne ich von der Medizin).
Die Vereinigung „Mellifera e.V.“ ist eine Organisation, welche sich seit über 20 Jahren für wesensgemäße Bienenhaltung einsetzt, Forschung dafür betreibt, und ihre Anliegen auch politisch zur Sprache bringt. Dort können auch Kurse zum praktischen Umgang und wesensgemäßer Bienenhaltung besucht werden.
Auch durch Gestaltungsarbeit mit Ton versuchten wir uns dem Bienenwesen zu nähern. Zwei Aufgaben galt es zu erfüllen: Einerseits in Gruppenarbeit zu drei Personen einen Bieneschwarm zu formen. Ausgehend von einer kompakten Kugel wurde Teil um Teil (Biene um Biene) hinzugefügt bis die typische, wiederum eigentlich kompakte Traubenform erreicht war.
Andererseits formten wir in Einzelarbeit eine Weiselzelle in verschiedenen Entwicklungsstadien. Eine zuerst kompakte Kugel wurde innen ausgehölt und in die Länge entwickelt. Zum Schluß wurde die innen hohle Zelle geschlossen. Die formenden Kräfte des Astralen konnte ich in dieser Arbeit gut nachempfinden.
Abgerundet wurde die Tagung durch künstlerische Projekte.
Im Speisehaus am Goetheanum fand sich die Ausstellung "to bee or not to bee" von Laurence Rogez. Auch von Rogez gestaltet wurden 107 Honiggläser mit jeweils einem künstlerischen Objekt im Honig drinnen.
Zum praktischen Ausprobieren lud eine riesengroße Wachskugel beim Westeingang des Goetheanum ein. In diese ca. 200 kg schwere, und drei Zentimeter dicke, hohle Wachskugel konnte man von unten, durch den Sockel, auf welchem sie stand, hineinsteigen. Ein tolles Gefühl. Bei schwacher Beleuchtung von außen, war es innen stockdunkel. Man fühlte eine beinahe unendliche Weite und Geborgenheit gleichzeitig. Wenn draussen die Scheinwerfer eingeschaltet waren, schimmerte ein bißchen Licht durch das Wachs der Kugel und zeichnete ein Bild so ähnlich wie ein Sternenhimmel mit vielen Galaxien. Diese Kugel wurde vom Verein für wesensgemäße Bienenhaltung „Mellifera e.V.“ gebaut und kann für Veranstaltungen gemietet werden.
Zusammenfassung:
Eine zentrale Aufgabe des Menschen heute ist die Erweiterung der bloß äußerlichen Naturanschauung durch eine geistgemäße. In den Imkern steckt das nötige Zeugs, eine Vorreiterrolle bei dieser Aufgabe zu übernehmen. Die Evolution der Biene ist mit der des Menschen eng verbunden. Durch die Biene und ihre derzeitigen Probleme werden wir auch aufgerufen über unsere eigenen Entwicklungsweg nachzudenken und können über uns selber dazulernen.
Urteil des Verwaltungsgerichtshof München. Mit einem Eilentscheid kassierte der Verwaltungsgerichtshof München das Urteil des Augsburger Verwaltungsgerichts. Die Augsburger Richter hatten noch pro Biene und contra ‹Monsanto› entschieden (‹Goetheanum› Nr. 20/2007).
Der Verwaltungsgerichtshof München bestätigt mit seinem Eilentscheid zwar, dass Lebensmittel, die MON 810 enthalten, nicht zugelassen sind. Zugleich ist er aber der Auffassung, dass dies für Honig nicht gilt. «Es ist nicht nachvollziehbar, warum Honig einen Sonderstatus haben soll», so der betroffene Imker Bablok, der zuvor aus Augsburg Recht bekam.
Die Imker werden nun in dem laufenden Verfahren in die nächste Instanz gehen. Angesichts immer neuer Berichte über das Risikopotential fordern die Imker in weiteren Verfahren mit Unterstützung von Greenpeace einen kompletten Stopp des Anbaus von Gen-Mais.
[Das Goetheanum, By: Pressemeldung von www.bienen-gentechnik.de, Axel Mannigel Rückschlag für Imker]
Meine neuen Beuten/Bienenstöcke habe ich bei der Imkerschule Graz fertig eingekauft. Fertig? Nein, nicht ganz! Es fehlte noch der Anstrich, am Anfang sahen die Teile in etwa so aus:
Ich habe die Beutenteile mit Naturfarben der Firma AURO (Holzlasur Nr. 160) bemalt. Diese enthalten keinerlei künstlich-chemische Zusatzstoffe und sind deshalb besonders gut für die Imkerei geeignet. Es war gar nicht so leicht diese Farben zu finden. Selbst in der Imkerschule haben sie andere Farben (auf Kunstharzbasis).
Die Zargen habe ich mit dem Farbton Ockergelb bemalt.
Damit die Farbe guten Schutz bietet und auch einen kräftigen Farbton bekommt soll/muss man sie drei Mal auftragen. Zwischen den Anstrichen sollte man etwa einen Tag Zeit zum trocknen einplanen.
Die Bodenbretter und Dachdeckel habe ich mit der Farbe Ockerbraun bemalt:
Nach dem dritten und letzten Anstrich sollten die Beutenteile ungefähr eine Woche auslüften. Auch Naturfarben sind nicht völlig geruchsfrei. Man will die Bienen ja nicht mit einem ihnen fremden Duft vertreiben.
Für die Fluglöcher habe ich verschiedene Farben verwendet, weiß, rot und grün:
Die Arbeit war sehr lustig und hat mir großen Spaß gemacht. Für Unterstützung und Hilfe möchte ich mich bei meinen Freunden H.P. und K.P. bedanken.
Und so sieht nun der Bienenstand im Mai 2007 aus:
Bisher hatte ich einen ausgeborgten Bienenstock.
Nun habe ich endlich meine eigenen Beuten aufgestellt. Das Bienenvolk musste dadurch natürlich von der alten in die neue Beute umgesiedelt werden. Dies war aber nicht so schwer. Weiters ist vor einiger Zeit ein Schwarm als zweites Bienenvolk dazugekommen.
Mein erstes Volk ist im roten (Fluglochfarbe) Bienenstock in der Mitte. Das zweite lebt im weißen. Der grüne ist zur Zeit noch leer.
Zitat von Rudolf Steiner aus einem Vortrag vom 26. November 1923 (GA 351):
Die Bienen stehen schon unter Naturkräften, die außerordentlich wichtig und wirklich wunderbar sind. Daher bekommt man eine gewisse Scheu davor, hineinzutapsen in diese Naturkräfte.
Die Dinge stellen sich nämlich heute noch immer so heraus, daß, wo der Mensch hineintapst in die Naturkräfte, er die Dinge nicht besser macht, sondern schlechter. Aber er macht es nicht gleich schlechter, sondern es ist schon so, daß die Natur überall Hindernisse hat. Trotz der Hindernisse wirkt sie in der besten Weise, wie sie kann. Gewisse Hindernisse, die kann der Mensch schon hinwegräumen, und damit kann er auch der Natur manches erleichtern. Und er erleichtert zum Beispiel der Natur ja wirklich in der Bienenzucht anscheinend dadurch sehr viel, daß er nicht die alten Bienenkörbe, sondern die neueren Bienenkisten benützt, die bequem eingerichtet sind und so weiter.
Aber nun kommt dieses Kapitel mit der künstlichen Bienenzucht. Sie dürfen nicht glauben, meine Herren, daß ich nicht einsehen würde, auch von gar nicht geisteswissenschaftlichem Standpunkte, daß natürlich die künstliche Bienenzucht zunächst im ersten Anhub etwas für sich hat, denn es wird natürlich manches erleichtert; aber dieses starke Zusammenhalten, ich möchte sagen, einer Bienengeneration, einer Bienenfamilie, das wird dadurch doch auf die Dauer beeinträchtigt werden. Man wird heute noch allgemein die künstliche Bienenzucht, wenn alle die Vorsichtsmaßregeln getroffen werden, die Herr Müller ausgeführt hat, natürlich in gewisser Beziehung nur loben können. Aber wie die Sachen in fünfzig oder achtzig Jahren sind, das muß abgewartet werden, denn da werden einfach gewisse Kräfte, die bisher im Bienenschwarm organisch wirkten, mechanisiert, die werden mechanisch gemacht. Es ist nicht mehr jene innige Verwandtschaft herzustellen zwischen der gekauften Bienenkönigin und den Arbeitsbienen, wie sie sich herstellt, wenn die Bienenkönigin von der Natur selber da ist. Aber in der allerersten Zeit macht sich so etwas noch nicht geltend.
Selbstverständlich würde ich durchaus nicht wollen, daß eine fanatische Bewegung gegen die künstliche Bienenzucht eingeleitet werden soll. Solche Sachen kann man eigentlich nicht machen im praktischen Leben. Denn das wäre ungefähr so wie etwas anderes, was ich Ihnen jetzt sagen will. Man kann ungefähr berechnen, wann einmal in der Erde keine Kohlen mehr sein werden. Der Kohlenvorrat der Erde ist ja erschöpfbar, geht einmal aus. Nun könnte man ja heute auch so wenig Kohlen aus der Erde herausfördern, daß das ungefähr so lange bliebe, bis die Erde selber zugrunde gegangen sein wird. Man kann nicht sagen, man soll es so machen, denn man muß da ein bißchen Vertrauen auf die Zukunft haben. Man muß sich sagen: Nun ja, gewiß, wir rauben der Erde alle Kohlen, das heißt, unseren Nachkommen rauben wir eigentlich die Kohlen; aber die werden schon etwas anderes dann erfinden, damit sie keine Kohlen brauchen. - So kann man natürlich auch sagen gegenüber den Nachteilen, die die künstliche Bienenzucht etwa hat.
Aber dabei bleibt es doch gut, wenn man sich bewußt ist, daß man dasjenige, was in der Natur in einer so wunderbaren Weise ausgebildet ist, eigentlich doch stört, wenn man etwas Mechanisches, Künstliches da hineinbringt.
Seit kurzem erfülle ich mir meinen lange gehegten Traum vom Imkern und dann kommts gleich ganz dick:
Vor allem in den USA und teilweise auch in Europa sterben/starben augenblicklich viele Bienenvölker. Es muß tatsächlich schlimm sein, weil sogar die Medien hierzulande darüber berichten (hier bei uns läuft ja alles noch recht glimpflich ab). Über die Ursachen weiß niemand genau bescheid. Was ist also mit den Bienen los?
Sind es äußere Einflüsse wie Spritzmittel (zB. Gaucho), genetisch veränderte Pflanzen, Elektrosmog, Varoamilde usw... wie von vielen vermutet?
Liegen die Ursachen womöglich auch in der "künstlichen " Bienenzucht selbst (Zucker als eigentlich unnatürliches Bienennahrungsmittel, fremde Königinnen, Hybridbienen usw...)?
Die Zeitschrift info3 widmet diesem Thema einen Schwerpunkt in ihrer Mai-Ausgabe. Hier eine kleine Vorschau im info3-Blogland.
Und noch eine Meldung bei info3: Imker erfolgreich mit Klage: Bundesamt entzieht Monsanto die Zulassung für Gen-Mais
Ich habe bei www.nordbiene.de eine Europakarte entdeckt, welche die Verteilung der unterschiedlichen Bienenrassen eingezeichnet hat. Meine Bienen gehören zur Unterart Carnica (Apis mellifera carnica). Leider konnte ich auf die Schnelle keinen Hinweis auf die Quelle und Aktualität der Daten finden.
Seit kurzer Zeit bin ich Hobbyimker mit eigenem Bienenstock. Heute möchte ich Euch meine Honigbienen kurz vorstellen:
Meine Bienen gehören zur Unterart Apis mellifera carnica. Diese Rasse ist bereits seit langer Zeit im Raum des heutigen Slowenien und Kärnten sowie auch der Südsteiermark natürlich beheimatet und somit an die lokalen Witterungsbedingungen gut angepasst. Sie gilt als sanftmütig, trotzdem ertragreich und zeichnet sich durch eine dunkle Körperfarbe (nur graue Ringe, keine braunen oder gelben Ringe) aus.
Weitere Infos finden Sie bei Wikipedia.org und hier: http://www.carnica-zucht.at/zucht1.html
Ein paar Bienenbilder:
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