Soziale Netzwerke sind (wieder einmal) in aller Munde. Die lokalen Medien berichten verstärkt über Facebook, Twitter und Co.
Ich habe den Eindruck kaum jemandem gelingt es, das Phänomen des sozialen netzwerkens sowie Web2.0 tatsächlich so zu erklären, dass sich ein Unwissender ein konkretes Bild davon machen kann. Dies liegt aber in der Natur der Sache. Die Nutzungsmöglichkeiten sind individuell stark abweichend, "das allgemeingültige Nutzungsprofil" gibt es nicht.
Auch ich mag "soziale Netzwerke" im Internet. Ich möchte sie an dieser Stelle nicht erklären, jedoch eine kleine Geschichte erzählen, welche ich faszinierend finde:
Vor einem halben Monat habe ich mir ein virtuelle Haustier bei einem Online-Dienst "erstellt". Meine Aufgabe als Tierhalter beschränkt sich darauf, mein Tier regelmäßig zu füttern und zu streicheln. Beides passiert mit ein paar Bildschirmclicks. Tue ich es nicht, wird es entweder verhungern oder es ist traurig. So weit, so langweilig. Bereits nach wenigen Minuten hatte ich die komplette Applikation ausprobiert und für wenig interessant befunden. Jedoch fiel es mir schwer mein Haustier, auch wenn es sich nicht echt ist und nur virtuelle existiert, einfach so verhungern zu lassen. Also fütterte ich es zwei, drei Tage lang weiter.
Ich bin allerdings nicht der einzige, der sich ein virtuelle Haustier hält - es gibt eine ganze virtuelle Haustierwelt. Weil ich grad nichts besseres zu tun hatte, habe ich auch fremde virtuelle Haustiere gestreichelt und gefüttert. Einfach so, ohne viel darüber nachzudenken. Der Effekt war, dass sich die Besitzer entweder mit Geschenken bedankt, oder im Gegenzug mein Haustier versorgt haben. Inzwischen ist es so, dass ich mich um meinen Teddy nicht mehr kümmern muss, jedesmal wenn ich mich einlogge ist er satt und wohl auf. Das soziale Netzwerk aller Haustierbesitzer kümmert sich um ihn. Dadurch habe ich freie Kapazitäten und überzähliges Futter und damit versorge ich meinerseits wieder andere Tiere oder verschenke "virtuelle" Geschenke (diese werden mit Futter bezahlt).
(Auch) DAS ist soziales netzwerken....
Nach einem Nachtdienst bin ich meistens müde, ganz egal ob ich durchgearbeitet habe oder sogar ein paar Stunden schlafen konnte. Es ist eine besondere, seltsame Müdigkeit, die sich meist ab den Nachmittagsstunden einstellt.
Ich bin wach aber nicht ganz inkarniert, müde aber nicht schlafen wollend, irgendwie schwebend, schwerelos dahintreibend, emotional intensiver erlebend und meist frohgemut gelaunt anders drauf als sonst...
ps: mit TubeChop kann man gewünschte Sequenzen aus YouTube-Videoclips schneiden und dann verlinken oder in Webseiten einbinden. (geht auch mit splicd)
Diesen Monat wird unser Weblog ein Jahr alt. Nur wenig länger kenne ich den Begriff weblog bzw. blog überhaupt. Ein paar Funde meiner Beschäftigung mit der Sache:
Den Artikel finde ich gut:
Weblogs und Journalismus: 5 Thesen zu einem Mißverständnis
von Jörg Kantel a.k.a. schockwellenreiter.de
Vor einer Woche habe ich zwei kurze Filme vom Erzbergrodeo online gestellt. Einerseits bei Sevenload und andererseits bei YouTube. Interessant ist ein Vergleich der Anzahl der Menschen, die sich meine Videos in dieser ersten Woche angesehen haben:
| Hare Scramble... ...bei Sevenload: 179 ...bei YouTube: 1033 |
Iron Road Prolog... ...bei Sevenload: 66 ...bei YouTube: 796 |
Unabängig davon ist Sevenload für mich die komplettere Plattform. Zusätzlich zu den Videos können auch Fotos hochgeladen werden, das maximale Datenvolumen pro Upload ist mit 200MB doppelt so hoch wie bei YouTube und es gibt keine Zeitbegrenzung für die Videos (10min. bei YouTube). Weiters sind die hochgeladenen Filme ziemlich schnell verfügbar. Bei YouTube musste ich mehrere Stunden warten bis die Videos auch wirklich anzusehen waren.
Ein nettes Feature des Google Reader ist, dass man selber gelesene Blogeinträge, aus welchen Gründen auch immer, mit anderen Menschen "teilen" kann. Diese speziell zu markierenden Beiträge werden dann in einem eigenen Blog zusammengefasst, den man auch als RSS-Feed abonnieren kann. Wie so etwas ausschaut, könnt ihr hier sehen: San's shared items.
Mittels Javascript kann man seine "shared items" auch als Linkliste auf einer Internetseite einbauen, etwa so:
Ein Schelm, wer bei "Strip blogging" an etwas anderes denkt als an...
... COMICS !
Wenn man Comics mag, findet man im Web viel Lesestoff. Auch wer selber Comics machen möchte findet diverse Seiten, die diese Möglichkeit anbieten. Ich habe mir ein paar dieser Seiten angesehen und möchte hier kurz darüber berichten:
http://stripgenerator.com
Sehr gut gefällt mir Stripgenerator. Aus einer vorgegebenen Auswahl an Personen, Kreaturen, Dingen, Formen und Sprechblasen kann man einen Comicstrip in Schwarz/Weiss erstellen. Die Panels können in Menge und Breite ziemlich frei bestimmt werden. Man kann die Comics in andere Webseiten einbinden. Die Möglichkeiten mit dem vorhandenen Material sind groß und man staunt immer wieder, welch tolle Strips da bei den unterschiedlichen Autoren herauskommen.
http://toondoo.com
Comics erstellen, diesmal in Farbe. Ähnlich in den Variationsmöglichkeiten wie Stripgenerator, wobei man nur zwischen ein, zwei, oder drei Panels wählen kann. Durch die Farbe sind die Comics etwas anders im Charakter. Auch hier ist das Einbinden auf anderen Seiten möglich.
http://www.comeeko.com
Eigene Fotos hochladen und Comics daraus basteln. Einbinden der Comics in andere Webseiten ist möglich.
http://www.wittycomics.com
Hier gibt es am wenigsten Variationsmöglichkeiten. Habe keine Möglichkeit der Einbindung entdeckt. Der Stil und Charakter der Comics wirken sehr statisch.
Jede Seite hat andere Schwerpunkte und Qualitäten.
Mein Favorit ist Stripgenerator. Dort habe ich mir einen eigenen Stripblog erstellt. Hier der erste Blogeintrag:
Grazr ist ein einfaches Tool zur Implementierung von RSS-feeds auf Internetseiten oder Blogs. Vorraussetzung ist ein Browser mit Javascript.
Ich verwende ein Grazr um den Inhalt von bmA auf meiner eigenen Homepage darzustellen: siehe hier
Dies zu bewerkstelligen war nicht so schwer:
Zuerst habe ich auf der Internetseite http://grazr.com den RSS-Feed von bmA in ein neues Grazr eingefügt, wobei ich die Größe, die Schriftarten, das Layout usw. aus einigen Vorgaben aussuchen konnte. Man sieht immer sogleich welche Auswirkungen eine Änderung der Parameter hat. Danach habe ich den fertigen HTML-Code meiner Internetseite hinzugefügt. Fertig.
Alles geht ohne Registrierung und ist gratis. So kann man auch auf statischen Webseiten ein bißchen Web2.0-Feeling verbreiten ;-)
Und wem das nicht genügt kann mittels sogenanntem GrazrScript eigene, ganz individuelle Feed-Applikationen in seinem Grazr bauen, z.B. mit Suchfunktion.
ps:
to graze (engl.) -> grasen