Eine Geschichte über die Beseitigung von Müll?
Wir haben heuer viel geschafft, den Umbau der Wohnung und die Berge aus Schutt, die Unbill mit den Handwerkern und die konstante Überbeschäftigung parallel dazu. Und das schreibe ich ganz ohne exhibitionistische Seufzer, ich habe es so gewollt, und es war gut so.
Nun, gegen Ende des Jahres, ist manches erledigt, und sie tritt ein, die vorläufige Entsorgung, und das hat wohl etwas mit Weihnachten zu tun.
Der Kärntner hat ein Lied dafür:
1.) Kömmt's lei eina in die Stubn,
Kömmts lei eina ins Haus!
Wann ma mitananda singen,
Gehn die Liadlan nit aus.
2.) Ruckts lei zuuba, ruckts lei zuaba,
Stellts das Sorgensackle hin!
Seind vielleicht in etla Stundn
Lauter liabe Liadlan drin.
3.) Lei nit mockn, lei nit klagn,
Lei frisch auf zur guatn Saat!
Laßt si alls viel leichter tragen,
Wann das Herz a Hoamgehn hat.
Aber was hatten wir für Sorgen? Ich denke, wir alle hatten mehr oder weniger die selben, ich erspare mir daher die übliche sozialwissenschaftliche Aufzählung.
Ich mag Sorgen nicht, sie stören mich, bremsen mich, halten mich ab. Zum Beispiel davon, lieb zu meinen Lieben zu sein, oder Gedachtes, Ersonnenes, Gefühltes hier in meine Tasten zu klimpern, oder mich einfach gut zu fühlen. Also weg damit! (Der christlich Gebildete stimmt hier mit Matthäus 6, 25 - 33 ein). Zukunft statt fortgesetzte Vergangenheit. Was passiert passiert und hat seine Gründe in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Aber wozu sich heute davon betören lassen? Sorge ist ein anderes Wort für Angst, und die sollte zu den Todsünden gehören, dann wären es endlich acht.
Ich werde mir also neben die rote Tonne für das Altpapier eine violette Tonne für meine Sorgen in den Hof stellen und behände beschicken. Dann werde ich tun wozu ich lebe und nicht darüber nachdenken, warum das gerade nicht möglich sein soll.