Bericht und Bilder vom Honig-Schleudern

Im Juli war es endlich so weit! Ich habe meinen allerersten Honig geschleudert. Mmmm...

Zuerst nimmt der Imker (ich in diesem Fall) die mit Honig vollgefüllten Rahmen aus dem Bienenstock heraus. Ganz vorsichtig werden die Bienen mit einem kleinen Besen von den Waben gekehrt, oder alternativ mit einem Ruck abgeschüttelt.

San der Imker

Na so was! Die Bienen haben ihren Honig zum Schutze mit einer Wachsschicht verdeckelt.

Verdeckelter Honig

Wie komme ich nun an diesen heran ohne die Waben zu beschädigen? Mehr oder weniger einfach. Die Wachsschicht wird in einem eigenen Arbeitschritt vorsichtig entfernt, erst dann kann man die Rähmchen in die Schleuder geben:

Arbeitsschritt: Entdeckeln

In der Honigschleuder werden die Rahmen gerade so schnell gedreht, dass durch die zentrifugalen Fliehkräfte der Honig aus den Waben herausgeschleudert wird, diese aber nicht beschädigt werden. Hierzu ist mir ein besonderes Foto gelungen, man sieht wie der Honig in dünnen Fäden herauskommt:

Honigschleuder

Die leer geschleuderten Rahmen kommen für einige Zeit wieder in den Bienenstock zurück damit die Bienen eventuelle Honigreste wieder zurückbekommen.

Der geschleuderte Honig wird noch einmal gesiebt um Feststoffe wie zum Beispiel Wachsreste zu entfernen. Danach wird er in Gläser abgefüllt und ist für den Verzehr bereit. Einen Teil werde ich im Winter wieder an die Bienen zurückfüttern. Laut Demeter-Richtlinien sollen dem Winterfutter etwa 10% Honig beigemischt werden.

Es war ein schöner Tag an dem ich so nebenbei ziemlich viel Honig genascht habe. So direkt beim Schleudern schmeckts halt irgendwie am besten! Ich habe so viel gegessen, dass mir sogar ein klein wenig schlecht geworden ist ;-)

(Und weils so interessant ist noch ein Link zu einer weiteren tollen Honig-Schleuder-Reportage)